Cannabis und andere Medikamente: Wechselwirkungen, die man kennen sollte
Cannabis ist kein isoliertes Medikament. Wer andere Mittel nimmt, sollte Wechselwirkungen kennen.
Von 420doc Redaktion

Cannabis wirkt nicht im luftleeren Raum. Wer Antidepressiva, Schmerzmittel oder Blutverdünner nimmt, sollte Wechselwirkungen offen ansprechen.
Warum Wechselwirkungen entstehen
Cannabis-Inhaltsstoffe werden in der Leber durch Enzyme abgebaut, die auch andere Medikamente verstoffwechseln. Das kann Spiegel verändern – nach oben oder nach unten.
„Was du verschweigst, kann ich nicht einrechnen. Ehrlichkeit ist Therapie."
Wichtige Beispiele
Beruhigungsmittel und Opioide können verstärkt müde machen. Antidepressiva können in der Wirkung beeinflusst werden. Bestimmte Blutverdünner können in ihrer Wirkung verändert werden.
Was du tun solltest
Komplette Medikamentenliste in der Sprechstunde offenlegen. Auch frei verkäufliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel nennen.
Wann besondere Vorsicht gilt
Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lebererkrankungen, älteren Menschen, vielen Medikamenten gleichzeitig (Polypharmazie).
Wie eine sichere Therapie aussieht
Niedrige Startdosis, langsame Steigerung, regelmäßige Kontrollen, kein eigenständiges Hinzufügen oder Weglassen anderer Medikamente.
Häufige Fragen
Frage: Darf ich Cannabis mit Antidepressiva kombinieren? — Antwort: Nur nach ärztlicher Abstimmung. Wechselwirkungen sind möglich.
Frage: Was ist mit Schmerzmitteln? — Antwort: Vor allem Opioide können verstärkt müde machen. Sorgfältige Abstimmung nötig.
Frage: Muss ich auch Nahrungsergänzung erwähnen? — Antwort: Ja. Manche Stoffe können ebenfalls Einfluss nehmen.
Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob eine Therapie mit medizinischem Cannabis im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet ausschließlich die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt nach individueller Prüfung. Eine Verordnung ist nicht garantiert.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.
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